Kathrin & die Kreuzfahrten – Transreise mit AIDAperla ab La Romana bis Hamburg 2026 Teil 2

von | 09/05/2026 | Gemischtes

Kathrin und die Kreuzfahrten - Titelbild
Kathrin und die Kreuzfahrten – Titelbild

Nach den unvergesslichen Eindrücken und den sonnigen Tagen in der Karibik beginnt nun der zweite Teil unserer Transreise mit AIDAperla. Wir nehmen Kurs auf Europa, immer mit dem Wissen, dass das schöne Wetter sich bald verabschieden wird. Wir freuen uns auf spannende Seetage und viele neue Häfen. 

Hier gehts zu Teil 1 →


12. – 17. Tag – Seetage 

Ja, die Seetage … Ich bezeichne sie gern als Fluch und Segen zugleich. Fluch, weil das Schiff gefühlt immer und überall voll ist und Segen, weil man sich keine Gedanken darüber machen muss, was man sich an Land ansehen und was man evtl. verpassen könnte. 

Vor sechs aufeinanderfolgenden Seetagen hatten wir ehrlich gesagt schon etwas Respekt. Gleichzeitig wunderten wir uns darüber, dass es tatsächlich Leute gibt, die genau so etwas gezielt gebucht haben. Teilweise auch in abgespeckter Version von Barbados nach Teneriffa – nur wegen der vielen Seetage. Spoiler: Nach der Reise haben wir verstanden, dass darin der Reiz liegt. Man kommt in einen seltsam entspannten Zustand, indem Zeit keine große Rolle mehr spielt. Man lebt nach dem Motto: Heute passiert nichts und genau das ist der Plan. 

Aber zuerst mal ein paar Fakten zum Schiff: 

Die AIDAperla wurde 2017 in Dienst gestellt, ist 300 Meter lang und 18 Decks hoch. Die 1643 Kabinen bieten Platz für bis zu 4350 Gäste. 

Damit diese sich nicht langweilen, findet man an Bord alles, was das Herz begehrt: 12 Restaurants, 18 Bars & Clubs, Fitnessstudio & Spa, Theatrium, Beach Club, Kids Club, Four Elements, Shops 

Am Ende des sechsten Seetages muss ich eine gedankliche Zeitreise machen, um mich zu erinnern, was wir eigentlich die letzten Tage gemacht haben. AIDA hat schon einiges dafür getan, dass uns nicht langweilig wurde. Das Tagesprogramm war vollgepackt mit Sport- und Tanzkursen, Spiele- und Häkeltreffs, Bingo (auch für Kinder), Clubbie Rallyes, Entenrennen im Lazy River, Rutschen-Wettbewerb, Neptun-Taufe und so vieles mehr. 

Hier ein kleiner Auszug des Tagesprogramms: 

Von ein paar unserer persönlichen Highlights möchte ich ausführlicher berichten:  

Da war zum Beispiel die Mystery Cabin: Ein Escape Room, in einer speziell dafür eingerichteten Kabine (=die Kabine eines Spions). Unter dem Motto „Heute schon die Welt gerettet?“ macht man sich mit einem Agentenkoffer und einem Tablet auf den Weg Richtung „Spielkabine“. Dort hat man eine Stunde Zeit, um einen Spion an seiner Arbeit zu hindern. Es hat richtig viel Spaß gemacht, die Aufgaben zu lösen. Ein Rätsel-Spaß für Groß und Klein. Kosten 59 Euro (max. 4 Spieler) 

kudk kar2 Mit dem Agentenkoffer unterwegs

Das Programm für die Kinder konnte sich wirklich sehen lassen: 

Der Kids Club stand jeden Tag unter einem anderen Motto: Zirkus-, Dino-, Pyjama- und Recyclingtag sind nur ein paar der Themen, an die ich mich erinnere. Außerdem gab es Krabbeltreffs, Bastel- und Malaktionen, Wettbewerbe und jeden Tag eine andere Rallye (= Schnitzeljagd). 

Es gab feste Betreuungszeiten, entweder mit oder ohne Anmeldung und offene Familienspielzeiten, in denen die Eltern die Aufsicht hatten. 

Das Tagesprogramm für Erwachsene war ebenso vielfältig wie das Programm für die Kinder. Karaoke, Schlagerparty und Frühschoppen im Brauhaus, Tanzkurse, Lesungen, Kunstauktionen, 80s und 90s-Party, Black & White Party, TV-Shows, Specials im Spa – es gab immer und überall etwas zu erleben. Unsere Lieblingsparty war die Silent Party. 

kudk kar2 Silent Party

Wenn ich einen negativen Punkt benennen müsste, dann waren es die Shows im Theatrium. 

Es gab einen Mentalisten an Bord, dessen Auftritt wirklich magisch und beeindruckend war. Der Großteil der restlichen abendlichen Shows bestand allerdings fast ausschließlich aus Musik, manchmal auch Musik und Tanz. Keine Akrobatik- oder Zaubershows, mir fehlte da ein wenig die Abwechslung und Originalität. Das haben wir auf anderen Schiffen besser und unterhaltsamer gesehen. 

Die Show am letzten Abend „Heart of the Ocean“ war die einzige Show, die uns richtig gut gefallen hat. Gute Musik, aufwendige Kostüme, Luftakrobatik, Licht- und Bühneneffekte im Zeichen der Unterwasserwelt – das war auf jeden Fall unser Showhighlight!

Bergfest feierten wir übrigens am 11.03, whoop whoop! 

Heart of the Ocean / Bergfest 

Am Seetag Nr. 4 waren wir auf einen Geburtstag ins Bella Donna eingeladen. Um 18.30 Uhr ging es los und dank des Lego Stores an Bord, konnten wir sogar ein Geschenk mitbringen. Zwei Tische waren dort für insgesamt 12 Personen gedeckt und es gab einen leckeren Geburtstagskuchen. Die Crew kam mit einem Ständchen vorbei, es war klasse – Danke Luna für die Einladung!

kudk kar2 Geburtstagskuchen

Geburtstagskuchen 

Ein großer Vorteil, vor allem für Familien mit viel Schmutzwäsche: Auf Deck 4 befindet sich ein Waschsalon, wo man für 2 Euro je Wasch- und Trockenvorgang seine Wäsche waschen und trocknen kann. 

kudk kar2 Waschsalon

Waschsalon 

Die Vielfalt bei der Kulinarik an Bord hat uns für die Dauer der Reise besonders gut gefallen. In den unterschiedlichen Buffetrestaurants kamen alle Geschmäcker auf ihre Kosten. Und wem das Buffet zu wuselig war, der konnte in ein Restaurant mit Bedienung und à la carte-Menü wechseln. Wer gerne ins French Kiss oder ins Casa Nova geht, der sollte unbedingt vorher auf myaida.de reservieren (ohne Zuzahlung)! 

Einer unserer kulinarischen Höhepunkte war das vegane Restaurant. Ein relativ neues à la carte-Konzept, das sich auf die pflanzliche Küche spezialisiert hat. 

Schon beim Eintreten spürt man die besondere, gemütliche Atmosphäre, durch die offene Küche kann man den Mitarbeitern beim Zubereiten der Speisen zusehen. Das Restaurant ist für AIDA-Dimensionen recht klein und übersichtlich, ich habe nur 28 Plätze gezählt. 

Wir fanden das Menü jedenfalls sehr lecker und können das Restaurant nur empfehlen.  Preis pro Menü: 26,90 Euro 

Veganes Restaurant 

Offene Küche 

kudk kar2 Veganes Menue

Veganes Menü


Eine Geschichte muss ich euch noch erzählen – die Geschichte vom Schokobrunnen: 

An einem Abend (keine Ahnung welcher Tag es war) waren wir im Brauhaus essen. Aus reiner Neugierde bin ich danach aber noch durchs Marktrestaurant geschlendert, um zu schauen, was dort so aufgetischt wurde. Und dann sah ich ihn: den Schokobrunnen! Ich liebe Schokobrunnen! Allerdings war ich vom Brauhaus so satt, dass für den Schokofrüchte schlichtweg kein Platz mehr war. Also bin ich die nächsten Abende auch ins Marktrestaurant, immer mit der Hoffnung, dass ich den Schokobrunnen wiedersehe. Aber er blieb verschwunden. Also habe ich beim Restaurantleiter nachgefragt, wann der Brunnen wieder kommt (meine optimistische Annahme war, dass der ja bis Hamburg nochmal kommen wird).

Die Antwort lautete allerdings Nein. Dann aber ging der Mitarbeiter kurz zu seinem Chef und es hieß, wir sollen am nächsten Abend wieder kommen. Man würde extra für uns Schokofrüchte zubereiten. Ok, also am nächsten Abend wieder ins Marktrestaurant, um nach dem Schokobrunnen zu fragen. Und was soll ich sagen? Die haben extra für uns Schokospieße zubereitet!!! Dieser Service hat mein Herz kurzzeitig mehr zum Schmelzen gebracht als die Schokolade!

kudk kar2 Schokospiess

Schokospieße 

Und so waren sie dann doch schneller vorbei als uns lieb war – die sechs Seetage. Das macht die Seetage auch aus: Du machst eigentlich nicht viel, aber es fühlt sich trotzdem nach unglaublich viel an. 


18. Tag – La Palma 

Endlich wieder festen Boden unter den Füßen. 

La Palma begrüßte uns mit 19 Grad und jeder Menge Wind. Schon vom Schiff aus haben wir einen schwarzen Strand entdeckt, den wollten wir auf jeden Fall in unseren Spaziergang durch die Stadt einbauen. 

Das war der erste Tag seit der Einschiffung, an dem wir nicht gefrühstückt haben, sondern um 11 Uhr direkt zum frühen Mittagessen ins Fuego sind. Danach sind wir Richtung Stadt gelaufen und sind erstmal im McDonalds gelandet. Witzigerweise waren fast alle Gäste dort von der AIDAperla. Wir haben viele bekannte Gesichter gesehen (auch Crew) und ein Softeis später (die Softeis-Maschine im Fuego war leider seit zwei Tagen außer Betrieb und Quentin somit auf Entzug) ging es weiter zum Aufzug Ascensor de La Luz. Wir haben den Aufzug zufällig entdeckt und er brachte uns zum ersten schönen Aussichtspunkt des Tages. Fahrtzeit unter einer Minute, Kosten 0 Euro.  

Wir schlenderten weiter durch die Stadt, ein wenig Schaufensterbummeln und zu den berühmten Balkonen. Natürlich waren wir auch am schwarzen Strand und haben mal wieder einen tollen Spielplatz entdeckt. 

kudk kar2 Spaziergang La Palma

Spaziergang La Palma 

kudk kar2 Balcones Tipicos

Balcones Tipícos 

kudk kar2 Schwarzer Strand

Schwarzer Strand 

kudk kar2 Spielplatz La Palma

Spielplatz La Palma Strand 

Weiter auf unserem Spaziergang ging es zu den Aussichtspunkten Real Castillo de Santa Catalina und Castillo de la Virgen. 

kudk kar2 Castillo de la virgen

Castillo de la Virgen 

Von diesem Aussichtspunkt aus haben wir einen großen Spielplatz gesehen. Laut Google war das der „Parque Infantil Centro Ocio Polivalente“, der um 16:00 Uhr öffnete. Ein Spielplatz mit Öffnungszeiten? Das klang nach etwas Besonderem, also los geht´s. Der Weg dorthin führte durch ein Industriegebiet, keine wirklich schöne Gegend. Aber der Spielplatz war toll und sehr gepflegt. Ein Mitarbeiter sorgte dort für die Sauberkeit, es gab sogar Toilettenanlagen und Snackautomaten. So etwas würde ich mir in Deutschland auch mal wünschen. 

Nach dem Abstecher zum Spielplatz ging es zurück zum Schiff. Kein Wunder, dass wir ziemlich platt waren – an diesem Tag standen ganze 13,5 km auf dem Schrittzähler! 


19. Tag – Teneriffa 

Es war bereits unser dritter Besuch auf Teneriffa. Den Loro Parque hatten wir schon gesehen und die restlichen AIDA-Ausflüge waren uns zu teuer. Also habe ich mal wieder Tripadvisor um Rat gebeten. Dort bin ich auf das „Museum of Illusions“ gestoßen. Das klang interessant und würde bestimmt auch Quentin gefallen. Also sind wir zu zweit los, Marc fühlte sich nicht besonders und wollte erstmal noch auf der Kabine bleiben und später zu uns stoßen, falls es ihm besser geht.  

Wenn man aus dem Terminal rausgeht, läuft man gleich auf einen sehr großen und toll gestalteten Spielplatz zu. Da konnten wir natürlich nicht einfach vorbeigehen. Das traf auch auf die vielen anderen Familien zu, die wir dort getroffen haben. Warum Geld für teure Ausflüge ausgeben, wenn man den idealen Ort und Treffpunkt für Familien direkt vorm Schiff hat?! 

Die Kinder haben auf jeden Fall den größten Spaß und könnten hier den ganzen Tag verbringen. Ich habe es allerdings geschafft, Quentin irgendwann loszureißen, sodass wir uns auf den Weg zum Museum machen konnten. 

Dort war trotz dreier Kreuzfahrtschiffe im Hafen gar nichts los (tatsächlich waren wir die einzigen Gäste). Der Eintritt kostete für einen Erwachsenen und ein Kind 22 Euro. Wir waren ungefähr eine Stunde dort und der Besuch hat sich wirklich gelohnt. Das Museum vereint Kunst und Wissenschaft, es geht um optische Täuschungen und wissenschaftliche Phänomene zum Anfassen. Viele Objekte darf und muss man sogar berühren, um sie zu verstehen und erleben. Die Zeit verging wie im Flug und wir hatten echt Spaß! Der Besuch, gerade mit Kindern, lohnt sich und war für uns eine gelungene Abwechslung zu Strand und Fußgängerzone! 

kudk kar2 Museum of Illusions

Museum of Illusions 

Dort ging es nämlich danach auch nochmal hin. Wir sind ein bisschen durch die Gassen geschlendert, haben hier und da noch eine Kleinigkeit eingekauft und sind noch kurz in einem Café eingekehrt. Danach haben wir uns auf den Rückweg zum Schiff gemacht, natürlich nicht ohne vorher nochmal beim Spielplatz einen kurzen Stopp einzulegen. 

kudk kar2 Spielplatz Teneriffa Hafen

Spielplatz Teneriffa Hafen 


20. Tag – Lanzarote 

kudk kar2 Marina Lanzarote

Marina Lanzarote 

Auf Lanzarote haben wir kurzfristig entschieden, das Haus von César Manrique anzuschauen. Er war ein Maler und Bildhauer, der sich für den Umweltschutz einsetzte und Lanzarote durch seinen Stil sehr geprägt hat. Sein Haus ist heute Teil der Cesar Manrique Stiftung, der Eintritt kostet 10 Euro/Erw. – Kinder sind bis 7 Jahre frei. 

Der Besuch lohnt sich, das weiße Anwesen ist in die Lavafelsen eingebaut mit offenen Elementen, durch die Bäume wachsen. Das sah wirklich imposant aus, wir haben uns gefragt, wo wir den Mietvertrag für das Haus unterschreiben können. 😊 

Haus César Manrique 

Garten César Manrigue 

Dorthin sind wir übrigens mit dem öffentlichen Bus gefahren. Die Haltestelle Estación de Guaguas ist in ca. 25 Minuten zu Fuß zu erreichen, die Busfahrt zum Haus von César dauert weitere 8 Minuten. Kosten für die Fahrt 4,20 Euro für uns drei.  

Nach dem Besuch dort sind wir in das offene Einkaufszentrum „Open Mall“ gelaufen, ein modernes Open-Air-Einkaufszentrum, das 365 Tage im Jahr geöffnet ist. Auf drei Etagen findet man bekannte Modemarken, Supermärkte, Restaurants und auf der obersten Etage sogar einen Sprungpark. Uns hat es so gut gefallen, dass wir deutlich länger geblieben sind als geplant. Wir haben beim Mexikaner noch eine Kleinigkeit gegessen, mexikanisch gab es auf dem Schiff tatsächlich nicht. 


21. Tag – Seetag 

Siehe Tag 12-17 😊 


22. Tag – Lissabon 

Leider empfing uns Lissabon mit Regen. Wir gingen trotzdem schon früh auf Deck 15, um das Einlaufen in den Tejo zu erleben und die Christus-Statue zu sehen. Das eigentliche Highlight war allerdings unter Ponte 25 de Abril durchzufahren – die Brücke, die der Golden Gate Bridge stark ähnelt. Man hörte schon von weitem das „Summen“ der Brücke, das Geräusch, das die Autos beim Fahren über den Stahlrost erzeugen. 

Um 10 Uhr legten wir an, nach dem zweiten Frühstück verließen wir gegen 10.30 Uhr das Schiff und gingen zum Praça do Comércio. 

kudk kar2 Praca do Comercio

Praça do Comércio 

Wegen eines Mannes, der dort Seifenblasen gemacht hat, hat sich unser Aufenthalt etwas verzögert. 

kudk kar2 Seifenblasen

Seifenblasen 

Weil es am Nachmittag noch heftiger regnen sollte, entschieden wir uns, möglichst schnell zur Christusstatue zu fahren. Mit einem Uber war das für ca. 11 Euro möglich, der Verkehr hatte es allerdings in sich.  

Bei der Statue war wenig los und wir konnten direkt am Automaten die Tickets kaufen (8 Euro/Erw., Kinder bis 8 Jahre frei) und dann mit dem Aufzug hochfahren. Oben angekommen, läuft man noch ein paar Stufen und ist dann auf dem Plateau der Statue. Der Ausblick ist wunderschön, bei besserem Wetter sicherlich noch schöner. Der Eintritt ist allerdings kein Muss – auch vom Vorplatz aus hat man eine schöne Aussicht auf Lissabon. 

kudk kar2 Ponte 25 de Abril

Ponte 25 de Abril 

kudk kar2 Christusstatue

Christusstatue 

Mit dem Uber ging es danach in das älteste Stadtviertel Lissabons Alfama. Es kommt einem vor, als wäre es ein Labyrinth aus steilen Kopfsteinpflastergassen, die sich durch das historische Viertel schlängeln. Sehr stimmungsvoll, aber auch wuselig und Achtung bei Regen: rutschig! 

Auf meiner Bucket List für Lissabon stand übrigens genau ein Punkt: Pasteis de nata essen! Das sind Blätterteigtörtchen gefüllt mit einer Creme aus Eiern, Zucker und Milch. 

Unser Ziel war also die „Manteigaria“. Vor dem winzigen Laden hatte sich eine kleine Schlange gebildet, aber das Warten hat sich mehr als gelohnt: Die Teilchen sind unfassbar lecker! 

Ich konnte Lissabon unmöglich verlassen, ohne sie probiert zu haben – diesen (äußert wichtigen) kulinarischen Punkt kann ich also ganz offiziell abhaken! 

kudk kar2 Pasteis de nata

Pasteis de nata 

Insgesamt hat Lissabon einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen – bei Sonnenschein muss die Stadt noch schöner sein. Genau das liebe ich so sehr an Kreuzfahrten: Man bekommt einen ersten Eindruck oder ein Gefühl für eine Stadt. Und wenn es einem besonders gut gefällt, hat man die perfekte Inspiration, später nochmal für einen intensiveren Urlaub zurückzukommen. 

Am Abend wunderten wir uns, warum wir um 20.45 Uhr noch nicht abgelegt haben, schließlich war das Ablegen für 20.00 Uhr geplant. Die Durchsage des Kapitäns ließ dann keine Zweifel, dass etwas nicht stimmte: beim Ablegen hatte sich ein Seil in einem der Propeller verfangen, er nannte es „Worstcase für einen Seemann“. Taucher mussten angefordert werden, um es zu lösen. Leider konnten die Arbeiten erst am nächsten Morgen ab 9 Uhr beginnen, was unter anderem an der Strömung des Tejo lag. 

Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass Porto als nächster Stopp ausfallen würde – ich sage mal so: Die Enttäuschung war ziemlich groß und unsere Laune an diesem Abend echt im Keller. Denn ausgerechnet in Porto waren wir mit einem Freund verabredet, der zufällig auch dorthin gereist war. Grüße an Leon an dieser Stelle – es war allein das Seil schuld, dass wir es nicht geschafft haben. 


23. Tag – Porto/Leixoes – Leider ausgefallen 

Einzig Quentin war von dieser Situation restlos begeistert. Juhu, ein zusätzlicher Seetag – besser hätte es für ihn nicht laufen können. Statt durch „langweilige“ Städte zu laufen, konnte er den ganzen Tag rutschen, spielen und schwimmen. 

Wir warteten stattdessen sehnsüchtig auf Neuigkeiten, bis gegen 12.00 Uhr endlich die erlösende Durchsage kam: Das Seil war entfernt worden und wir konnten unseren Weg nach A Coruña fortsetzen. 


24. Tag – A Coruña 

Obwohl A Coruña auf den ersten Blick sehr hübsch aussah und auch das Wetter zum Verweilen einlud, war unser festes Ziel Santiago de Compostela. Die Stadt, die das Ende des Jakobsweg und daher eine bedeutende Pilgerstadt ist. 

Der Weg dorthin sollte uns aber den letzten Nerv rauben…. Laut Google Maps fuhr der Bus direkt gegenüber vom Terminal ab. Als wir dort einsteigen wollen, sagte der Fahrer allerdings, dass wir falsch seien. Also haben wir uns eine andere Haltestelle ausgesucht, dort erklärte uns eine junge Dame auf Englisch, dass wir richtig seien. Aber als der Bus kam und wir bezahlen wollten, erklärte uns der Fahrer schon wieder, dass wir falsch sein. Normalerweise kann man sich auf die Wegbeschreibung über Google Maps ja echt verlassen, aber heute war der Wurm drin. Gerade als wir aufgeben wollten, entdeckte Marc, die Möglichkeit mit dem Zug zu fahren. Ok, dann also ab zum Bahnhof, denn der Zug sollte bereits 25 Minuten später abfahren. Die Tickets kauften wir dort am Schalter, Preis für die einfache Fahrt: 7,60 Euro für Erwachsene, 4,55 Euro für Kinder. (Zum Vergleich: der AIDA-Ausflug nach Santiago de Compostela hätte für uns drei 137 Euro gekostet) 

Der Zug brachte uns ohne Zwischenstopp nach Santiago – und das in gerade mal 30 Minuten. Vom Bahnhof aus waren es noch etwa 20 Minuten zu Fuß zur beeindruckenden Kathedrale. 

Schon rund um die Kathedrale hat uns die Stadt verzaubert: verwinkelte Gassen, unzählige Tapas-Bars und überall diese besondere Atmosphäre. Mit angenehmen 20 Grad und wenig Wolken war das Wetter wie gemacht fürs Schaufensterbummeln und Souvenirshoppen. Immer wieder hörte man plötzlich Jubel, das sichere Zeichen, dass jemand den Jakobsweg erfolgreich beendet hatte. 

kudk kar2 Kathedrale

Kathedrale 

kudk kar2 Tapas

Tapas 

Zurück ging es wieder ganz entspannt mit dem Zug. Ich empfehle jedem den Zug mit der Direktverbindung. Versucht es am besten erst gar nicht mit dem Bus – außer ihr steht auf unnötige Abenteuer. 


25. Tag – Seetag 

Siehe Tag 12-17 😊 


26. Tag – Cherbourg 

Als wir uns nach den Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Cherbourg erkundigt haben, wurde uns bewusst, dass das schwierig werden würde – es war nämlich Montag. Und viele Geschäfte, Restaurants und auch das maritime Museum (direkt neben der AIDAperla und perfekt für Kinder) waren geschlossen. 

Wir wollten den letzten Hafentag unserer Reise trotzdem in vollen Zügen genießen und machten uns bereit, von Bord zu gehen. Schon das Terminal war eins der beeindruckendsten, das ich je gesehen hatte. Dort erfuhren wir, dass Cherbourg der letzte Hafen der Titanic war, bevor sie vier Tage später gesunken ist. Besonders eindrucksvoll waren die interaktiven Bereiche: An verschiedenen Stationen konnten historische Filmaufnahmen abgespielt werden, die auf die Wände projiziert wurden und die Geschichte lebendig werden ließ. 

Beim Spaziergang entlang der Hafenpromenade, vorbei an kleinen Cafés und Bistros wurde uns klar, dass Cherbourg keine Stadt der großen Sehenswürdigkeiten ist. Eher eine kleine, gemütliche Hafenstadt mit Seefahrtsgeschichte. 

Cherbourg / Fontaine Mouchel 


27. Tag – Seetag

Siehe Tag 12-17 😊 


28. Tag – Hamburg 

In Hamburg erwartete uns ein Wetter-Misch-Masch aus Regen, Sonne und Wind. 

Da wir sowieso noch eine Nacht in Hamburg geblieben sind, hatten wir es nicht eilig von Bord zu gehen. 

Wir blieben nach dem Frühstück noch so lange im Four Elements wie möglich. Familie K. war auch mit von der Partie und so wurden noch ein paar Abschiedsfotos gemacht und die Kinder haben bis zum letzten Moment gemeinsam gespielt. 

Wir Erwachsenen fragten uns derweil, wo die Zeit eigentlich hingegangen ist. Wir haben so viel erlebt, aber sind doch gefühlt gestern erst an Bord gegangen. Es waren aufregende Wochen, aber jedes Abenteuer geht nun mal irgendwann zu Ende. 


Unser Fazit zur Transreise: 

Wir gehören zur Fraktion Reederei-Hopper: nicht festgelegt auf eine bestimmte Reederei, sondern immer neugierig darauf unterschiedliche Anbieter und Schiffe auszuprobieren. Diese lange Reise konnten wir uns aber nur mit AIDA vorstellen – besonders wegen der deutschen Bordsprache (vor allem im Kids Club für Quentin) und der Vielfalt und Spontanität beim Essen. 

Denn gerade die Flexibilität beim Abendessen hat uns gefallen. Bei anderen Reedereien legt man sich auf eine bestimmte Tischzeit fest und geht dann jeden Abend zur gleichen Zeit zum gleichen Tisch. Dass wir bei AIDA so flexibel waren und spontan entscheiden konnten, wie und wo wir den Abend verbringen, hat viele Dinge vereinfacht. 

Oft werden wir gefragt, ob denn nicht vier Wochen zu lang waren. Ja, es war lang und ehrlicherweise hat sich die letzte Woche gezogen wie Kaugummi. Vielleicht wäre es angenehmer gewesen, die Route andersrum zu fahren, also in Hamburg zu starten und dann am Ende in der Karibik anzukommen. So hätten wir das gute Wetter immer vor uns, statt hinter uns gehabt. Das hätte vom Zeitpunkt her aber nicht so gut in unseren Plan gepasst, weil die Transreisen Richtung Karibik im Herbst stattfinden. 

Was wir so nicht erwartet hätten: Wir dachten, es wäre eine gute Idee den langen Flug und die Zeitverschiebung gleich am Anfang hinter uns zu bringen und damit das „Schlimmste“ erledigt zu haben. Bei der Überquerung des Atlantiks wurden uns dann aber in einem Zeitraum von sechs Tagen vier Stunden genommen. Klingt erstmal harmlos, hat unseren Körper aber mehr durcheinandergewirbelt als die fünf Stunden Zeitverschiebung zu Beginn der Reise. 

Ich will aber gar nicht zu viel auf hohem Niveau jammern. Die Reise war ein langersehnter Traum, den wir uns erfüllt haben. Eine Reise zwischen zwei Welten: der Wärme und Leichtigkeit der Karibik und dem vertrauten Rhythmus Europas. Es war ein Entschleunigen, wie wir es so zuvor noch nicht erlebt haben. 

Es klingt vielleicht ein bisschen poetisch, aber es war unsere Auszeit vom normalen Leben und ein großes Abenteuer als Familie. Unser Ziel waren die Länder und einzelnen Häfen, aber was wir auch zu schätzen gelernt haben, waren die Seetage dazwischen – getreu dem Motto: Der Weg ist das Ziel.  

Und wenn der Weg aus so vielen netten Begleitern, emotionalen Momenten und einzigartigen Sonnenuntergängen besteht, gehen wir ihn gerne nochmal! 

In diesem Sinne:

kudk kar2 Sail Away

Sail Away 

Du hast Fragen zur AIDAperla, AIDA im Allgemeinen oder möchtest ein individuelles Angebot?  

Persönliche Beratung ohne Warteschleife – täglich bis 21 Uhr  
Telefon & WhatsApp: 015678-511674  
Dein Kreuzfahrt-Reisebüro Cruisify  

Inspirationen für Transreisen findest du hier: 

Jetzt Angebote anschauen →  

Dennis Vitt

Reiseberater, Cruisify.de

Empfehlung für Ausflüge
Jetzt Reise bei uns buchen & Rabattcode erhalten

Deine Nachricht an uns

Du hast Fragen? 
Ich bin gerne für dich da.

Denke bitte an deine Mail-Adresse, Rufnummer oder wie ich dich am besten kontaktieren kann.

Gerne auch über WhatsApp oder Mail.

Liebe Grüße
Dennis

5 + 12 =

Cruisify.de Preisalarm

Deine Reise ist nicht verfügbar oder der Preis passt nicht, dann nutze unseren kostenlosen und superschnellen Preisalarm!

Werde informiert, wenn:

  • deine Wunschkabine verfügbar ist
  • dein Wunschpreis verfügbar ist
  • Flüge wieder verfügbar sind
  • Kabinen-Kombinationen wieder verfügbar sind
  • und vieles mehr!

kostenfrei und unverbindlich!